Klimakampf ist nicht nur einmal im Jahr – Hambacher Forst verteidigen!

Für das diesjährige Flächenkonzept und das Klimacamp kommen wieder viele Menschen aus ganz Europa ins Rheinland. Wir hoffen, dass auch dieses Jahr vielfälltige und entschlossene Aktionen RWE ins Staucheln bringen werden. Allerdings reisen die meisten Aktivist_innen danach wieder ab und der Kampf gegen Kohle scheint oft ein Event zu sein, das einmalig stattfindet.
Die Anwesenheit von hunderten Aktiven wollen wir im Hambacher Forst nutzen um uns auf die kommende Rodungssaison vorzubereiten. Um auch diesen Winter RWE die Stirn zu bieten brauchen wir Unterstützer_innen und Kompliz_innen. Wir brauchen unterschiedlichste Ideen und Aktionsformen. Es gibt viel zu tun. Sei es Plattformen bauen, Aktionen vorbereiten oder Kontakte und Netzwerke knüpfen. Lasst uns auch mit der erwartbaren Repression offensiv und solidarisch umgehen. Wenn der Staat versucht uns durch Gerichtsprozesse, Polizeigewalt und Unterlassungsklagen zu vereinzeln und einzuschüchtern, sollten wir zusammenrücken uns gegenseitig nach Kräften unterstützen.
Denn die geballte Anzahl von Aktivistis bringt auch eine geballte Anzahl Polizei mit sich. Die Erfahrungen des letzten Jahres haben gezeigt, dass auch die Staatsgewalt ihre Präsenz nutzt um gegen Besetzungen vorzugehen. Direkt nach den Ende Gelände-Aktionstagen 2016 wurde in der Lausitz die Waldbesetzung LAUtonomia geräumt. Wir wollen der Polizei nicht die Möglichkeit geben, dieses Vorgehen im Rheinland zu wiederholen. Dazu brauchen wir viele Menschen, die länger bleiben als nur für das Klimacamp. Die Gefahr, einem Polizeieinsatz machtlos gegenüber zu stehen, wird gemindert wenn wir auch nach den Klimacamp im Wald viele sind. Ob nun für einige Tage, Wochen oder langfristiger: Kommt in den Hambacher Forst und lasst den Kampf für Klimagerechtigkeit nicht zu einem Festival-Event werden, sondern tragt ihn 365 Tage in Jahr in die Wälder, auf die Straßen, auf die Bagger und Schienen!

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