Freiheit gibt es nicht umsonst! Spendet für Ahmed H. von den Röszke 11!

Im November 2016 wurde Ahmed in Ungarn zu zehn Jahren Haft verurteilt,
das harte Urteil ging um die Welt.
Es wird massiven öffentlichen Druck brauchen, wenn das Urteil im
Frühsommer diesen Jahres erneut verhandelt werden wird. Der Staatsanwalt
fordert 17,5 Jahre Haft und ist in Berufung gegangen. Und es braucht
Geld: Die Prozesskosten für belaufen sich inzwischen auf 10.000€

Spendet, sammelt und macht Soliparties!
Kontakt über: freetheroszke11@riseup.net

Macht mit bei unserer Crowdfunding-Kampagne! Verbreitet sie!
www.generosity.com/fundraising/show-trials-in-hungary-help-the-accused

Ahmed H. – einer der Röszke 11 ++ Hintergrund:

Ahmeds einziges Vergehen: illegaler Grenzübertritt nach Ungarn. Am 16.
September 2015 waren er und zehn weitere Geflüchtete am Grenzübergang
Röszke festgenommen und inhaftiert worden. Als rechtliche Grundlage
diente die Schließung des ungarischen Grenzübergangs nach Serbien am Tag
zuvor. Am 15.9. war ein Gesetz in Kraft getreten, das »illegale
Einwanderung« als Straftat mit bis zu drei Jahren Haft kriminalisiert,
seit den späten Abendstunden war auch das Tor des Grenzübergangs
verbarrikadiert. Bis dahin durchquerten täglich Tausende die Grenze von
Serbien nach Ungarn, in Richtung Österreich, Deutschland oder weiter
nach Norden. Nun sichert ein meterhoher Stacheldrahtzaun Ungarns
Grenzverlauf.

Am ungarischen Grenzübergang Röszke hatte die unerwartete Schließung am
16. September bei den ankommenden Menschen Wut und Unsicherheit
ausgelöst. Einige schafften es schließlich, den Zaun zu überwinden und
das Tor zu öffnen. Erleichtert strömten die Menschen hindurch. Plötzlich
griffen von vorn völlig überraschend die ungarische Bereitschaftspolizei
und die Terrorabwehr an, sie schienen nur darauf gewartet zu haben:
Tränengas, Wasserwerfer und Knüppel kommen zum Einsatz, die Situation
eskaliert, die Menschen versuchen panisch zurück zu weichen, andere
vermummen sich und antworten mit Steinwürfen. In der unübersichtlichen
Menge werden Familien und Bezugsgruppen auseinander gerissen. Elf
Geflüchtete finden sich danach im Gefängnis wieder.

An den „Röszke 11“ wurde in Anwendung des neuen Gesetzes ein Exempel
statuiert: Zehn von ihnen verurteilte man im 1. Juli 2016 wegen
„illegalen Grenzübertritts“ und der „Teilnahme an Massenunruhen“ beim
Sturm auf den Zaun zu ein bis drei Jahren Haft.
Ahmed H. erhielt eine Sonderbehandlung: Ihm wirft die Staatsanwaltschaft
die Anführerschaft der Unruhen vor, weil mit einem Megaphon andere
aufgewiegelt haben soll. Der Terrorismusvorwurf wird mit dem Megaphon
begründet. In den Prozessen gegen die Roeszke 11 wurden knapp 100
Polizeizeugen gehört; andere Zeug*innen waren nicht zugelassen. Mehrere
am 16. September anwesende Journalist*innen und Mitarbeiter*innen von
NGOs könnten die damalige Situation bezeugen: Da Ahmed Englisch spricht,
nutzte er das Megaphon, um zwischen der Menge und den ungarischen
Polizisten zu vermitteln, und er forderte diese auf, die Grenze zu
öffnen. Doch das Gericht ließ diese Zeug*innen nicht zu.

Freiheit für Ahmed und Yamen!

www.freetheroszke11.weebly.com
Facebook: Free the Röszke 11
Twitter: @freetheröszke11

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